Hier sind Wetterereignisse und Presseberichte ausführlich wiedergegeben.

November 2002

November 2002 ist der Monat mit den meisten Niederschlags-Tagen. An 23 der 30 Tage regnete es. Insgesamt ergossen sich 201,7 l/m² auf Ebringer Boden. Der Normalwert ist 72,5 l/m².

Juni 2003

Der Juni 2003 hat mit einer Durchschnittstemperatur in Ebringen von 24,2 °C alle Rekorde gebrochen. Die extreme Wärme wird erst richtig bewusst, wenn man bedenkt, dass die Juni-Durchschnittstemperatur der letzten 23 Jahre in Ebringen 18,9 °C beträgt (Freiburg 1961..1990: 17,7 °C). Es ist die höchste Durchschnittstemperatur im Monat Juni, die seit Beginn der Aufzeichnungen 1869 (Freiburg) in dieser Region jemals gemessen wurde. Darüber hinaus sind weitere Extreme zu beachten: Alle 30 Junitage waren so genannte Sommertage (>= 25 °C), und es gab die fast unglaubliche Zahl von 23 Hitzetagen (>= 30 °C). Im Durchschnitt der letzten 23 Jahre (1983..2005) wurden in Ebringen im Juni 13 Sommertage und 4 Hitzetage registriert. Der Durchschnitt eines ganzen Jahres gemittelt über die letzten 23 Jahre (1983 bis 2005) liegt bei 63 Sommertagen und 17 Hitzetagen.

August 2003

Das bisherige absolute Temperatur-Maximum der letzten 20 Jahre in Ebringen war am 26. Juli 1983 mit 38,5 °C. Dieser Rekord wurde am 13. August 2003 mit 40,2 °C gebrochen. Gleichhohe Werte wurden breits am 27. Juli 1983 in Gärmersdorf in der Oberpfalz, am 9. August 2003 in Karlsruhe und am 13. August 2003 in Freiburg und erneut in Karlsruhe gemessen. Es ist die höchste Lufttemperatur, die jemals in Deutschland gemessen wurde. Doch nicht nur einzelne Spitzenwerte wurden verzeichnet, sondern es war der durchgängig wärmste Monat, der hier je registriert wurde. Die Durchschnittstemperatur betrug 24,8 °C, was bei 29 Sommertagen und 23 Hitzetagen nicht verwundert.

Nachtrag Juli 2015: Der bisherige deutsche Rekord von 40,2 °C wurde am 5.Juli 2015 in Kitzingen in Mainfranken mit 40,3 °C gebrochen.

Sommer 2003

Der meteorologische Sommer (Juni, Juli, August) mit einer Durchschnittstemperatur von 23,7 °C war der wärmste Sommer, der je registriert wurde. Alle drei Monate lagen weit über den normalen Durchschnittstemperaturen, wobei die Monate Juni und August am extremsten waren. Normalmittelwerte / Mittelwerte 2003: Juni 17,7 °C / 24,2 °C, Juli 19,9 °C / 22,1 °C, August 19,2 °C / 24,8 °C.

2003

Das Jahr 1983 hatte bisher mit 80 Sommertagen (>= 25°C) und 42 Hitzetagen (>= 30°C) den Rekord der letzten 20 Jahre. Das Jahr 2003 hat mit 111 Sommertagen und 60 Hitzetagen diesen Rekord erheblich überboten.

2003

Mit nur 734 Liter pro Quadratmeter war 2003 das Jahr mit dem geringsten Niederschlag.

Januar 1995 Januar 2004

Die längsten Niederschlagsperioden waren mit je 13 aufeinanderfolgenden Tagen, an denen es regnete, vom 18.01. - 30.01. 1995 und vom 09.01 - 21.01.2004

Januar 2004

Der Januar 2004 hat den größten Januar-Niederschlag seit Beginn der Messungen 1869 in Freiburg. In Ebringen fielen 111,1 Liter pro Quadratmeter.

8. Juli 2004

Größter Kurzzeit-Niederschlag in Ebringen von 42 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde.

8. Juli 2004

Ein verheerendes Unwetter mit schwerem Hagelschlag tobte am frühen Morgen des 8. Juli über dem Breisgau und dem Markgräflerland. Während Hagelschläge in der Regel räumlich begrenzt sind, erfasste dieses Unwetter den Breisgau und das Markgräflerland auf einer Breite (Luftlinie) von ca. 27 Kilometer, nördlich von Freiburg bis nahezu Müllheim. Ein derartiges Unwetter wurde hier zuvor noch nie registriert.

Das Unwetter, verursacht durch das Sturmtief "Christine", begann am frühen Morgen um 4:10 Uhr mit Starkregen, der kurz danach in schweren Hagelsturm mit starken Sturmböen überging. Der Hagelschlag dauerte etwa 15 Minuten. In dieser kurzen Zeit wurden im Breisgau und im Markgräflerland nach vorliegenden Schätzungen 10.000 Hektar landwirtschaftliche Kulturen (Reben, Obstanlagen, Korn, Gemüse, Kartoffeln, Tabak) teils bis zu 100% vernichtet. Die Wucht der Hagelkörner wurde durch starke Sturmböen erheblich verstärkt, so dass der Hagel nahezu waagerecht durch die Luft schoss. Neben den vernichteten landwirtschaftlichen Kulturen geben die Schäden an Hunderten von Rollläden, die aussehen, als ob sie mit einem Maschinengewehr beschossen wurden, die gewaltige Wucht der Hagelkörner wieder. In Freiburg wurde eine Spitzenböe von 122 Kilometer pro Stunde gemessen (Deutscher Wetterdienst). Das entspricht Windstärke zwölf, also Orkanstärke.

Innerhalb von etwa einer Stunde, die das Unwetter dauerte, gab es in Ebringen eine Niederschlagsmenge von 42 Liter pro Quadratmeter (Regen und Hagel). Die meist nicht runden, sondern stark kantigen und gezackten Hagelkörner hatten eine Größe von 15 bis 20 Millimeter. Berichten zufolge gab es in Freiburg (wohl einzeln) Hagel von Taubeneigröße.

Fotografische Dokumentation der Unwetterschäden

 
Vom Hagel entlaubte, praktisch zu 100% geschädigte Reben am Ebringer Dürrenberg. Im Vordergrund sind deutlich die Hageleinschläge am jungen, diesjährigen Holz zu sehen.
Zu 100% geschädigte Reben am Ehrenstetter Ölberg. Es macht den Eindruck, als ob es sich um Reben vor dem Winterschnitt handelt.

Foto: Gaby Winkelmann

Vom Hagel vernichtete Maisfläche bei Freiburg-Tiengen.

Foto: Gaby Winkelmann

Eine Tabakplantage in Bad Krozingen nach dem Unwetter. Man sieht, was von den zuvor praktisch erntereifen, etwa 80 cm hohen Tabakpflanzen übrig geblieben ist.

Foto: Gaby Winkelmann

Ausschnitt aus einer Obstplantage in Schallstadt. Die Aufnahme entstand neun Tage nach dem Unwetter. Die Hageleinschläge an den Äpfeln sind deutlich erkennbar.
Diese Aufnahme entstand drei Stunden nach dem verherenden Hagelunwetter in der Urachstraße in Freiburg.

Quelle: Badische Zeitung Online
Foto: Christian Schmidt

Nun noch einige Aufnahmen aus dem Garten.
Hier sieht man, was von prächtigen Bohnen übrig blieb.
Und so sehen Tomaten nach dem Unwetter aus.
Zucchinipflanzen vom Hagel zerfetzt.
So sehen Hunderte von Rollläden aus, die sich in Richtung Süd bis West befanden.

November 2004



Mit nur 17,7 Stunden Sonnenschein war der November 2004 "extrem dunkel". Es ist die geringste Sonnenscheindauer in einem November seit Beginn der Messungen im Jahr 1983 in Ebringen. Darüber hinaus gab es in Freiburg seit 1931 keinen November mit geringerem Sonnenschein (Deutscher Wetterdienst).

Oktober 2005

Der Oktober 2005 wird, wie man oft hört, im Breisgau als sehr warmer Monat in Erinnerung bleiben oder gar als der wärmste Oktober überhaupt. Er war in der Tat sehr warm. Um genau zu sein, er war zwei Grad wärmer als der langjährige Durchschnittswert von 11,3 °C erwarten lässt, nämlich 13,3 °C. Damit war er allerdings bei weitem nicht der wärmste. Der Oktober 2001 hatte ein Temperaturmittel von 15,2 °C, der Oktober 2004 einen Mittelwert von 13,4 °C. Warum der Oktober 2005 als so warm in Erinnerung bleibt, hängt mit der Tatsache zusammen, dass die letzte Dekade des Monats eine ungewöhnliche Wärme aufwies mit einem Mittelwert von 15,4 °C.

4. März 2006

Schneechaos in Ebringen und im gesamten süddeutschen Raum. Am Samstag, 4. März, und in der Nacht zum Sonntag, 5. März, fielen in Ebringen innerhalb von 24 Stunden 41 cm Schnee. Das ist die größte Schneehöhe, die innerhalb von 24 Stunden in Ebringen je gemessen wurde. Im gesamten süddeutschen Raum gab es erhebliche Behinderungen im Straßenverkehr, bei der Bahn und auf Flughäfen. Ganze Straßenzüge waren nicht mehr passierbar, die Höllentalbahn musste den Verkehr einstellen und auf den süddeutschen Flughäfen wurden viele Flüge gestrichen. Auch in den Höhenlagen des Schwarzwaldes gab es zu dem schon reichlich vorhandenen Schnee neuen Nachschub, so dass der Feldberg die Rekord-Schneehöhe von 4,30 Meter erreichte.

Ebringen am 4. März 2006 in der Talhauserstraße, bei starkem Schneefall
Foto: Gundo Klebsattel
Ebringen untere Ortslage am 5. März 2006

Juli 2006

Der Monat Juli hat sämtliche Rekorde der letzten 24 Jahre, seit dem in Ebringen gemessen wird, gebrochen. Er hatte den höchsten Temperaturmittelwert, die höchste Sonnenscheindauer, die je in einem Monat gemessen wurden und die geringste Niederschlagsmenge eines Juli (siehe auch unter Wetterextreme). Die Juli-Mitteltemperatur betrug 25,2 °C, das sind 5,3 °C über dem langjährigen Mittelwert von 19,9 °C. Die Sonne schien 343,4 Stunden, was 36 % über dem langjährigen Mittelwert von 252,1 Stunden sind. Die Niederschlagsmenge betrug ganze 27,6 Liter pro Quadratmeter, das sind 29 % vom langjährigen Mittelwert mit 95,7 Liter pro Quadratmeter. Wie trocken der Monat Juli wirklich war, ergibt sich aus der Tatsache, dass bis zum 26. Juli nur ganze 6,4 Liter Regen pro Quadratmeter fielen. Der Juli wird vielen als äußerst heiß in Erinnerung bleiben. Dies liegt nicht nur an den hohen Tages-Maximal-Temperaturen, sondern vor allem daran, dass es in den Nächten nicht abkühlte. So verzeichnete der Juli 9 Tropennächte, das sind Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 °C sinkt. Weitere 6 Nächte lagen nur knapp unter dem Wert von 20 °C. Der Mittelwert der letzten 24 Jahre liegt bei 1,8 Tropennächten im Monat Juli. Die höchste Zahl an Tropennächten hatten neben dem jetzigen Juli der August 1992 mit 9 Tropennächten, der Juli 1983 mit 8 Tropennächten und der Juli 1994 mit 5 Tropennächten.

August 2006

Der August brachte, bezogen auf das Juliwetter, ein reines Kontrastprogramm. So lag die Monats-Mitteltemperatur bei nur 17,7 °C, das sind beachtliche 7,5 °C unter dem Juli-Mittelwert. Der langjährige August-Mittelwert liegt bei 19,9 °C. Die Sonne schien nicht mehr als 132,7 Stunden, das sind 58,2 % des langjährigen Mittelwertes von 227,9 Stunden. Es fielen 246,4 Liter pro Quadratmeter Regen auf Ebringer Boden, was das knapp 9-fache des ganzen Juli-Niederschlags bedeutet und 140 % über dem langjährigen August-Niederschlags-Mittelwert von 102,1 Liter pro Quadratmeter liegt.

September 2006

Der September lag mit einer Mitteltemperatur von 19,4 °C um 3,2 °C über dem langjährigen Mittelwert von 16,2 °C. Dies stellt seit dem Beginn der Messungen in Ebringen einen absoluten Rekord dar.

Am 17. September fielen innerhalb von 24 Stunden 64 Liter Regen pro Quadratmeter. Der größte Niederschlag innerhalb von 24 Stunden war, seit Beginn der Messungen in Ebringen, am 19. Mai 1994 mit 66 Liter pro Quadratmeter.
Hier eine Übersicht der größten Niederschläge innerhalb von 24 Stunden:
19.05.1994: 66,0 l/m²
17.09.2006: 64,0 l/m²
12.08.2008: 62,5 l/m²
06.07.1986: 56,5 l/m²
27.06.2001: 53,6 l/m²
12.04.1998: 52,0 l/m²
03.06.2004: 51,6 l/m²

Oktober 2006

Der Temperaturmittelwert im Oktober lag mit 14,9 °C um 3,6 °C über dem langjährigen Mittelwert von 11,3 °C. Obwohl der Oktober 2006 sehr warm war, stellt er keinen Temperaturrekord dar. Den höchsten Oktober-Mittelwert stellte der Oktober 2001 mit 15,2 °C.

November 2006

Auch der November 2006 ist bisher um einiges zu warm. So zeigen die ersten 20 Tage einen Temperatur-Mittelwert von 8,7 °C. Wenn nicht die letzte Monatsdekade eine erhebliche Abkühlung bringt, wird auch dieser Monat als zu warm in die Statistik eingehen.

Die Aussage vom 20. November wurde durch die dritte Monatsdekade noch übertroffen. So brachte es der Gesamtmonat auf einen Monatsmittelwert von 9,3 °C, was 3,3 °C über den langjährigen Novembermittelwert von 6,0 °C liegt. Auch dies stellt noch keinen Temperaturrekord dar, da der November 1994 mit 9,7 °C Mitteltemperatur um 0,4 °C darüber lag.

Herbst 2006

Der meteorologische Herbst 2006 (September, Oktober, November) war nicht nur in Baden-Württemberg der wärmste Herbst seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. In Ebringen lag die Herbst-Mitteltemperatur bei 14,5 °C, das sind 3,3 °C über dem langjährigen Herbst-Mittelwert von 11,2 °C. Dies stellt einen absoluten Temperaturrekord dar.

Dezember 2006

Der Monat Dezember lag mit einer Mitteltemperatur von 5,3°C um 2,6°C über dem langjährigen Mittelwert von 2,7°C.

Januar 2007

Der Orkan Kyrill tobte am 18. Januar über Deutschland und Europa. Es war einer der schwersten Stürme der letzten 20 Jahre. Es traten Windgeschwindigkeiten bis 200 Stundenkilometer auf. Im ganzen Bundesgebiet wurde der Zugverkehr eingestellt, das gab es in Deutschland noch nie zuvor. Mehrere Menschen, auch in Baden-Württemberg, kamen ums Leben. Da das Sturmtief schneller als erwartet nach Osten abzog, kam Baden-Württemberg glimpflicher davon als zunächst erwartet wurde. Trotzdem erreichte der Sturm in Freiburg und Umgebung die Windstärke 9, also Windgeschwindigkeiten über 74 km/h.

Januar 2007

Wegen fast ständig erhöhter Monats- und Jahrestemperaturen erscheint es nahezu unangebracht, dies unter der Rubrik "Besondere Ereignisse" zu vermerken. Es zeigt aber auch, dass wir den viel zitierten Klimawandel nicht mehr leugnen können. Der Monat Januar weist wiederum in die gleiche Richtung mit einem erheblich erhöhten Temperaturmittelwert. Der Normal-Januarmittelwert der Periode 1961 bis 1990 ist 1.8 °C. Der Januar-Mittelwert 2007 beträgt 6,7 °C. Das sind 4,9 °C über Normal. Schauen Sie einmal unter Wetterextreme>Temperaturextreme>Temperaturextreme (Mittelwerte), so werden Sie sehen, dass acht der zwölf Monate eines Jahres mit den höchsten Mittelwerten ab dem Jahr 2000 vorkommen.

Februar 2007

Der Februar war, wie mittlerweile nicht mehr überraschend, viel zu warm. Die mittlere Normaltemperatur liegt bei 3,2 °C. Der Februar 2007 liegt mit einem Mittelwert von 7,3 °C um 4,1 °C über Normal.

Winter 2006/2007

Der Winter 2006/2007 (Dezember, Januar, Februar) ist der wärmste Winter seit dem Beginn der allgemeinen Wetteraufzeichnungen. Die mittlere Temperatur betrug in Ebringen 6,4 °C. Das sind 3,8 °C über den Normalmittelwert von 2,6 °C (Periode 1961 bis 1990). Mit Ausnahme des August 2006 liegen die Mittelwerte der letzten 9 Monate (Juli 2006 - Februar 2007) erheblich über den Normalmittelwerten.

April 2007

Der April 2007 brach alle Rekorde eines Aprilmonats. Noch nie wurden so hohe Mitteltemperaturen, eine so hohe Sonnenscheindauer und ein so geringer Niederschlag gemessen. Die Monatsmitteltemperatur lag bei genau 15,2 °C, das sind 5 °C über dem langjährigen Mittelwert von 10,2 °C. Die Sonne schien unglaubliche 318,4 Stunden, das sind 100 % über dem Normalwert von 159,2 Stunden, oder 84 % der maximal überhaupt möglichen Sonnenscheindauer von 378,9 Stunden, wenn die Sonne an allen 30 Apriltagen von morgens bis abends ohne eine Wolke scheinen würde. Der Monatsniederschlag betrug ganze 2,5 Liter, was 3 % vom Normalwert 80,8 Liter sind. Vom 1. bis 27. April fiel kein Tropfen Regen auf Ebringer Boden. Das ist die längste Trockenperiode, die jemals registriert wurde.

Juni 2007

Noch nie hatte eine Zwölfmonats-Periode eine so hohe Mitteltemperatur wie die Periode Juli 2006 bis Juni 2007. Die mittlere Temperatur eines solchen Zeitraumes in den letzten 25 Jahren liegt in Ebringen bei 11,5 °C. Der Zeitraum Juli 2006 bis Juni 2007 hat eine Mitteltemperatur von 13,8 °C. Das sind 2,3 °C über dem langjährigen Mittelwert.

Januar 2008

Der Januar 2008 hat wie schon der Januar 2007 einen Temperaturmittelwert, der weit über dem langjährigen Mittelwert liegt. Der Januarmittelwert beträgt 5,7 °C, was 3,6 °C über dem Mittelwert der letzten 25 Jahre in Ebringen sind. Auf die Periode 1961 bis 1990 von Freiburg bezogen sind es 3,9 °C.

27.05.2008

Ein seltenes Wetterereignis trat in der Nacht vom 27.05. auf den 28.05. auf. Während die Tageshöchsttemperatur zunächst 27,1 °C betrug und dann bis ca. 21 Uhr auf 25 °C absank, stieg ab 22 Uhr die Temperatur wieder stark an. Gegen 23 Uhr konnte man zusehen, wie in wenigen Minuten die Temperatur um mehrere Grade anstieg, um gegen 23 Uhr den Höchststand von 28,2 Grad zu erreichen. Hinzu kam noch eine außergewöhnliche, relative Luftfeuchtigkeit um die 70 %. Das Ganze wurde durch einen starken Saharawind, der uns über das Mittelmeer erreichte, ausgelöst. Von einer Tropennacht, in der die Temperatur nicht unter 20 °C sinkt, kann trotzdem nicht die Rede sein, denn bis zum Morgen sank die Lufttemperatur bis auf 18,2 °C. Laut Medienberichten wurde in Freiburg gegen 23 Uhr eine Höchsttemperatur von 29,8 °C gemessen. Dieser Wert ist allerdings nicht aussagekräftig, da er auf dem Unihochhaus gemessen wurde und nicht, wie allgemein üblich, in zwei Meter Höhe über dem Boden.

12.08.2008

Am 12. August fielen innerhalb von 24 Stunden 62,5 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Übersicht der größten Niederschläge, siehe September 2006.

September 2008

Der September zeigte zwei ganz unterschiedliche Gesichter, was die Lufttemperatur betrifft. So erfolgte auf den warmen Anfang ein kaltes Ende. Während die Mitteltemperatur vom 1. bis zum 11. September 19,6 °C betrug, waren es vom 12. bis zum 30. September nur 12,1 °C. Ab dem 11. September erfolgte ein regelrechter Temperatursturz. Dies ist sehr deutlich im Temperaturdiagramm für September zu sehen. Der Monatsmittelwert betrug 14,8 °C. Das sind 1.5 °C unter dem langjährigen September-Mittelwert von 16,3 °C.

Das Jahr 2008

Ein Bericht aus der Badischen Zeitung, vom 12.01.2009
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Januar 2009

Der Januar 2009 war wieder einmal ein echter Wintermonat. Die Monatsmitteltemperatur mit - 0,4 °C lag um 2,5 °C unter dem Ebringer Januarmittelwert der letzten 26 Jahre oder 2,2 °C unter dem Freiburger Januarmittelwert der Periode 1961 bis 1990. Der Januar brachte es immerhin auf 25 Frosttage und 10 Eistage. Von den letzten 26 Jahren war der Januarmittelwert nur in vier Jahren unter 0 °C. Es waren die Jahre 1985 mit -6,1 °C, 1997 mit -1,8 °C, 2006 mit -0,7 °C und 2009 mit -0,4 °C.
Die Sonne schien 95,7 Stunden über Ebringen, das sind 54 % mehr als der 26-jährige Mittelwert von 62 Stunden in Ebringen ausweist. Bezogen auf die Freiburger Periode von 1961 bis 1990 sind es sogar 82 %. In den 26 Jahren, seitdem in Ebringen gemessen wird, gab es nur 3 Jahre, in denen die Sonne im Januar mehr als 90 Stunden schien. Es sind die Jahre 2006 mit 98,9 Stunden, 2008 mit 96,6 Stunden und 2009 mit 95,7 Stunden.
Der Niederschlag mit 29,2 Liter pro Quadratmeter lag um 60 % unter dem langjährigen Ebringer Mittelwert von 49 Liter pro Quadratmeter. Den geringsten Januarniederschlag mit nur 12,3 l/m² brachte der Januar 1989.

April/Mai 2009

Die Monate April und Mai waren zu warm, zu trocken und sonnenreich. Der April hatte eine Mitteltemperatur von 14,0 °C, was 3,1 Grad über dem Ebringer Mittelwert der letzten 27 Jahre ist oder 3,8 Grad über dem Freiburger Mittelwert von 1961 bis 1990. Der Maimittelwert betrug 18,1 °C, was 2,5 Grad über dem langjährigen Ebringer Mittelwert bedeutet oder 3,7 Grad über dem Freiburger Langzeitwert (1961-1990).
Der Monat Mai brachte es auf 3 Hitzetage, was nur von den Jahren 2005 und 2007 mit je 5 Hitzetagen übertroffen wurde. Der Mittelwert der Hitzetage im Mai liegt seit in Ebringen gemessen wird (27 Jahre) bei 1 Hitzetag. Der Mittelwert der letzten 10 Jahre liegt allerdings bei 2 Hitzetagen. Auch hier zeigen die Daten auf Klimaerwärmung.
Beide Monate waren viel zu trocken. So erreichte der April mit 25,4 Liter/m² nur 31 % des langjährigen Ebringer Mittelwertes und auch des Freiburger Mittelwertes (1961-1990). Der Monat Mai brachte es auf 63,4 Liter/m². Das sind gut 60 % des langjährigen Mittelwertes in Ebringen und Freiburg.
Die Sonnenscheindauer lag im April etwa 33 % und im Mai etwa 17 % über dem langjährigen Mittelwert.

Oktober 2009

Der Oktober zeigte zwei verschiedene Gesichter. Während die erste Dekade mit hohen Temperaturen einen Temperatur-Mittelwert von 16,3 °C entsprach, brachten es die beiden letzten Dekaden nur auf einen Temperatur-Mittelwert von 8,9 °C. Eine Besonderheit zeichnet den Oktober aus: So erreichte die Maximaltemperatur am 07. Oktober 30,4 °C. Ein derartiger Hitzetag, an dem die Temperatur über 30 °C steigt, wurde im Oktober zuvor noch nie gemessen. Trotz der hohen Anfangstemperaturen entsprach der Monatsmittelwert mit 11,3 °C exakt dem langjährigen Freiburger Mittelwert (1961 bis 1990). Bezogen auf den Ebringer Mittelwert der letzten 27 Jahre, war der Oktober um 0,5 °C zu kühl.

1981 - 1990 1991 - 2000 2001 - 2010 2011 - 2020