Hier sind Wetterereignisse und Presseberichte ausführlich wiedergegeben.


Frühjahr 2011

Die Beurteilung des Frühjahrs 2011 kann man zusammenfassen mit zu warm, zu trocken und mit einer ungewöhnlich hohen Sonnenscheindauer. Dies trifft aber nicht nur für das Frühjahr zu, sondern für fast alle Monate von Januar bis Mai. So lagen die Temperaturmittelwerte, immer bezogen auf die Periode 1961 bis 1990, im Januar 1,5 °C, im Februar 1,9 °C, im März 2,3 °C, im April 4,5 °C, im Mai 3,1 °C über dem Normalwert. Der Niederschlag betrug im Januar 95 %, im Februar 69 %, im März 86 %, im April 45 % und im Mai 68 % vom Normalwert (1961 - 1990). Die Sonnenscheindauer betrug im Januar 117 %, im Februar 92 %, im März 157 %, im April 172 % und im Mai 151 % vom Normalwert (1961 - 1990). Das Frühjahr 2011 lag mit einer Mitteltemperatur von 13,7 °C um 3,3 °C über dem langjährigen Normalwert. Dies ist der höchste Frühjahrs-Mittelwert seit Beginn der Messungen in Ebringen. Der Niederschlag betrug mit 163,2 l/m² nur 65 % des Normalwertes. Die Sonnenscheindauer lag mit 764 Stunden rund 60 % über dem Normalwert.

November 2011

Der November ist mit 4,9 Liter/m² der trockenste November seit Beginn der Messungen in Ebringen. Er ist gleichzeitig aber auch der zweittrockenste Monat in Ebringen überhaupt und wurde nur vom April 2007 mit 2,5 Liter/m² unterschritten. Laut Deutschem Wetterdienst ist er auch der trockenste November seit Beginn der Aufzeichnungen 1881.

Jahr 2011

Das Jahr 2011 war zusammen mit dem Jahr 1994 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen in Ebringen. Beide Jahre 1994 und 2011 hatten eine Jahresmitteltemperatur von 12,7 °C. Das sind 1,9 °C über dem langjährigen Mittelwert (Freiburg 1961 bis 1990). Mit Ausnahme des Juli lagen 2011 alle Monate über, teils erheblich über den langjährigen Mittelwerten. Klicken Sie bitte auf der Startseite auf den Button "Temperatur" "2011", um die genauen Monatsdaten zu sehen.

März 2012

Mit 229,2 Stunden Sonnenschein hat der Monat März die höchste Sonnenscheindauer eines März seit Beginn der Messungen in Ebringen vor 30 Jahren. Lediglich der März 2003 lag mit 223,8 Stunden Sonnenschein nur knapp unter den diesjährigen Monat. Die geringste Sonnenscheindauer hatte der März 1988 mit nur 44,1 Stunden.

28.04.2012

Seit Beginn der Messungen in Ebringen 1983, also vor 30 Jahren, wurde der erste Hitzetag in einem April mit einer Tageshöchsttemperatur von 30,1 °C registriert.

29.08.2012

Ein schweres Hagelunwetter zog am 29. August gegen 19:10 Uhr über das Markgräflerland. Viele Landwirte und Winzer wurden an das verheerende Hagelunwetter vom 8. Juli 2004 erinnert (siehe dort). Die Schäden an den Reben in Ebringen sind nicht mit den Schäden des verheerenden Unwetters von 2004 vergleichbar, bei dem ganze Rebflächen bis zu 100 Prozent vernichtet wurden. Nach Aussage von Herrn Ruh, Winzerhof Ebringen (25. September), liegt der Gesamtschaden aller Rebflächen mindestens zwischen 25 und 30 Prozent. Einzelne Rebflächen weisen nach Schätzung der Versicherer Schäden bis zu 80 Prozent auf. Rebflächen, deren Reihen in Ost-Westrichtung stehen und somit etwa quer zur Windrichtung und zum Hagelschlag aus dem Südwesten wurden am stärksten beschädigt. Die beiden letzten Fotos der Unwetter-Fotodokumentation zeigen dies deutlich. Während die Südseite starke Schäden aufweist, zeigt die Nordseite kaum Schäden an den Trauben bei ein und demselben Rebstock.

In der Nachbargemeinde Schallstadt-Wolfenweiler liegen die Schäden bei etwa 5 bis 10 Prozent, da hauptsächlich nur der Dürrenberg betroffen ist. In vielen Orten des Markgräflerlandes, wie z.B. in Bad Krozingen, Staufen und Umgebung, Ballrechten-Dottingen, Bad Bellingen und anderen Gemeinden hat das Unwetter durch Hagelkörner von Golfball- bis zu Tennisballgröße erhebliche Schäden angerichtet. Siehe die Fotoserie der Badischen Zeitung weiter unten.

Fotografische Dokumentation des Unwetters

 
Unwetter 29.08.12 19:00 Uhr: Gewitterstimmung über Ebringen
Foto: Gundo Klebsattel, Ebringen
Unwetter 29.08.12 19:03 Uhr: Aufziehendes Unwetter über Ebringen
Foto: Gundo Klebsattel, Ebringen
Unwetter 29.08.12 Diese Aufnahme erfolgte nach dem Unwetter etwa um 19:25 Uhr. Hagel in der Größe von durchaus ein bis anderthalb Zentimeter haben die Blätter heruntergeschlagen.
Foto: Gundo Klebsattel, Ebringen
Unwetter 29.08.12 Etwa 19:25 Uhr: Auf der Terrasse, die größten, bereits stark angetauten Hagelkörner haben im Vergleich zur bekannten Fugenstärke der Fliesen immer noch einen Durchmesser von etwa 1,5 Zentimeter.
Foto: Sylke Ruh, Ebringen
Unwetter 29.08.12 Auf der Terrasse gegen 19:25 Uhr.
Der Liegestuhl lädt nun wirklich nicht zum Ausruhen ein.

Foto: Sylke Ruh, Ebringen
Unwetter 29.08.12 Auch hier sieht es nach dem Unwetter nicht gemütlich aus.
Foto: Sylke Ruh, Ebringen
Unwetter 29.08.12 Diese Aufnahme erfolgte vier Wochen nach dem Hagelunwetter. Es zeigt die Südseite der etwa in Ost-Westrichtung stehenden Rebzeile. Man erkennt die starken Hagelschäden an den Trauben und am Blattwerk.
Unwetter 29.08.12
Diese Aufnahme zeigt den selben Rebstock von der Nordseite. Hier sind keine Schäden an Trauben und Blattwerk zu erkennen.

(Durch unterschiedliche Sonneneinstrahlung ergibt sich der Farbtonunterschied der beiden Fotos, hier die Schattenseite.)
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Bericht der Badischen Zeitung
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29.08.2012

Fotoserie der Badischen Zeitung
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24.12.2012

Der 24.12.2012 ist mit 18,9 °C der wärmste Heilig-Abend seit Beginn der Messungen in Ebringen vor dreißig Jahren, aber auch der wärmste Heilig-Abend in Deutschland seit über hundert Jahren.

Jahr 2012

Das Jahr 2012 hat mit 1184 Litern pro Quadratmeter den zweithöchsten Jahresniederschlag seit Beginn der Messungen vor dreißig Jahren in Ebringen. Den höchsten Jahresniederschlag hat bisher das Jahr 1999 mit 1212 Litern pro Quadratmeter.

Winter 2012/2013

Die Badische Zeitung titelte am 28.Februar "Trübster Winter seit 60 Jahren", was sich aus den Daten vom Deutschen Wetterdienst auf ganz Deutschland bezog. Dem kann man sich mit dem Winter für Ebringen voll und ganz anschließen, auch wenn die Wetterdaten hier nur gut 30 Jahre zurückreichen. Die mittlere Sonnenscheindauer (1983 bis 2013) für den Winter, also für Dezember bis Februar, beträgt für Ebringen 209 Stunden. Im Winter 2012/2013 waren es nur 123 Stunden, das sind nur 59 % vom langjährigen Mittelwert.
Der Niederschlag betrug 252 Liter pro Quadratmeter oder 153 % vom langjährigen Ebringer Mittelwert mit 165 Liter pro Quadratmeter.
Die mittlere Temperatur betrug 2,7 °C, was 0,2 Grad unter dem langjährigen Mittelwert bedeutet. Zusammenfassend kann man sagen: Der Winter war sehr dunkel und zu nass, wobei die Temperatur trotz wenig Sonne und hohen Niederschlägen fast auf Normalwert lag.

Es mag verwundern, dass die Wintermitteltemperatur von Ebringen (2,7 °C) und von Gesamtdeutschland (0,3 °C) (s. Bericht der Badischen Zeitung) soweit auseinanderliegen.

Auf Nachfrage beim Deutschen Wetterdienst wurde Folgendes mitgeteilt:
....um bei meiner Antwort ganz sicher zu gehen, habe ich vorab noch einmal alle Werte für den Winter 2012/13 geprüft. Dementsprechend kann ich Ihnen versichern, dass der Wert 0,3 °C korrekt ist.
Sie haben zwar recht damit, dass es tatsächlich einige Stationen mit einer Mitteltemperatur von über 2 °C gab, dies betrifft aber praktisch ausschließlich den Oberrheingraben sowie einige Regionen am Niederrhein. Demgegenüber lagen die Werte im südöstlichen Deutschland verbreitet unter Null, teilweise sogar unter minus 2 °C. Im Deutschlandmittel ergibt sich dadurch ein Wert von "nur" 0,3 °C.


Bericht der Badischen Zeitung
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Winter 2013/2014

Der Winter 2013/14 war einfach ausgedrückt zu warm, zu feucht und mit reichlich Sonnenschein, bezogen auf die Daten der Wetterstation Ebringen der letzten 32 Jahre.
Die Winterdaten 2013/14 im Einzelnen: Mitteltemperatur 5,7 °C, langjähriger Mittelwert (Ebringen 1983-2014) 3,0 °C, Niederschlag 231 l/m², langjähriger Mittelwert (1983-2014) 180 l/m², Sonnenscheindauer 258 Stunden, langjähriger Mittelwert (1983-2014) 203 Stunden.

Frühjahr 2014

Die Frühjahrsmitteltemperatur betrugt 11,9 °C. Das sind 1,5 °C über dem langjährigen Mittelwert Freiburg (1961 bis 1990) von 10,4 °C. Zur höheren Frühjahrsttemperatur trugen vor allem die Moante März und April bei, wobei der März mit 8,7 °C um 2,1 °C, und der April mit 12,5 °C um 2,3 °C über dem Normalwert lagen, während der Mai mit 14,4 °C genau auf dem langfährigen Normalwert lag. Den höchsten Frühjahrsmittelwert seit Bestehen der Wetterstation (1983) verzeichnet bisher das Frühjahr 2011 mit 13,7 °C. Der Niederschlag betrug 139 l/m², langjähriges Mittel (1961-1990) 250 l/m². Die Sonnenscheindauer betrug 592 Stunden, langjähriger Mittelwert (1961-1990) 480 Stunden.

Sommer 2014

Gefühlsmäßig war für manchen der Sommer insgesamt zu kühl und zu nass. Ob dies objektiv stimmt, hängt natürlich davon ab, mit welcher Klima-Periode der diesjährige Sommer verglichen wird. Der Sommer 2014 soll hier nicht nur mit der Klima-Periode Freiburg 1961 bis 1990 verglichen werden, sondern gleichzeitig mit der Klima-Periode Ebringen 1983 bis 2014. Die Sommermitteltemperatur 2014 betrug 18,9 °C und entspricht genau der Freiburger Mitteltemperatur 1961-1990. Bezogen auf die Ebringer Periode 1983-2014, war er aber 1,3 °C zu kühl. Die Sonnenscheindauer betrug 668 Stunden, was bei beiden Vergleichen etwa ein Minus von 35 Stunden oder minus 5% bedeutet. Der Niederschlag betrug 363 Liter pro Quadratmeter, was ein Plus von 48 l/m² oder 15% (1961-1990) bzw. 76 l/m² oder 26,5% (1983-2014) bedeutet. Bezogen auf die Klima-Periode Ebringen 1983-2014 war der Sommer tatsächlich wie gefühlt zu kühl, zu nass und mit etwas zu geringer Sonnenscheindauer. Die Sommer 1987 und 2014 waren mit einer Mitteltemperatur von 18,9 °C in beiden Jahren die kältesten Sommer seit Beginn der Messungen 1983 in Ebringen. Zum Vergleich mit Ebringen, hier ein Bericht der Badischen Zeitung zum Sommer 2014, bezogen auf ganz Deutschland:
Bericht der Badischen Zeitung
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Zum Vergleich mit Ebringen, hier ein Bericht der Badischen Zeitung zum Sommer 2014, bezogen auf ganz Deutschland:

Jahr 2014

Den höchsten Jahresmittelwert der vergangenen 32 Jahre in Ebringen hatten die Jahre 1994 und 2011 mit einem Temperaturmittelwert von 12,7 °C. Der Jahresmittelwert 2014 beträgt 12,6 °C. Trotzdem ist das Jahr 2014 weltweit das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen 1880. Zum Vergleich mit Ebringen, hier ein Bericht der Badischen Zeitung zum Jahr 2014, mit weltweitem Bezug:
Bericht der Badischen Zeitung
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13.05.2015

Am Abend des 13. Mai zog ein schweres Unwetter in breiter Front vom Kaiserstuhl bis über Freiburg hinweg. Ebringen kam dabei glimpflich davon. Auch hier ging ein kurzer Hagelschlag nieder, wobei Hagelkörner von zwei Zentimeter durchaus dabei waren. Aber auch außerhalb Ebringens, im gesamten Unwettergebiet, sind die Schäden mit dem extrem schweren Unwetter am 8. Juli 2004 und mit dem schweren Unwetter am 29. August 2012 nicht vergleichbar, auch wenn in einigen Fällen Winzer, Obstbauern und Kleingärtner schwer getroffen wurden. Hier Berichte der Badischen Zeitung zum Unwetter am 13.Mai 2015:
1. Bericht der Badischen Zeitung vom 15.05.2015
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2. Bericht der Badischen Zeitung vom 16.05.2015
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Mai 2015

Der Mai hatte dieses Jahr drei markante Wetterzonen: Einen wolkigen und kühlen Norden, eine staubtrockene Mitte und einen verregneten Süden. Daneben sorgten mehrere starke Tornados für Schlagzeilen (Quelle: Wetter-Online) Diese Aussage für den gesamten Süden Deutschlands trifft für Ebringen allerdings nicht zu, denn der Mai 2015 war in Ebringen ein fast ganz durschnittlicher Mai. Hier ein Vergleich mit den Langzeit-Mittelwerten: Niederschlag im Mai 107,7 Liter pro Quadratmeter. Mittelwert Ebringen 1986 bis 2015: 101,5 Liter pro Quadratmeter. Temperaturmittel im Mai 15,5 °C, Ebringen-Mittelwert 1983 - 2015: 15,7 °C. Sonnenschein-Mittelwert im Mai 196,7 Stunden, Ebringen 1983 - 2015: 201,0 Stunden

Sommer 2015

Viele Menschen im Südwesten haben den Sommer 2015 sicherlich als sehr heiß, wenn nicht extrem heiß in Erinnerung. Tatsächlich war der Sommer 2015 einer der wärmsten seit Beginn der Messungen vor 33 Jahren in Ebringen. Wenn er auch sehr warm, sonnenscheinreich und niederschlagsarm war, hat er die Werte des Extrem-Sommers 2003, mit Ausnahme des geringeren Niederschlages, nicht erreicht.

Hier die Vergleichswerte:

Temperaturmittel 2003/2015: 23,7 °C / 21,6°C,
Sonnenscheindauer 2003/2015: 873 / 785 Stunden,
Niederschlag 2003/2015: 178 / 156 Liter/m²


30.11.2015

Anlässlich der 21. Klimakonferenz am 30. November 2015 in Paris, hier zum Thema Klimawandel, zwei Berichte der Badischen Zeitung. Siehe auch eigenen Kommentar zum Klimawandel unten.
1. Bericht der Badischen Zeitung
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2. Bericht der Badischen Zeitung
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Dezember 2015 und Jahr 2015

Der Dezember 2015 war mit einer Mitteltemperatur von 8,2 °C der wärmste Dezember seit Beginn der Messungen in Ebringen vor 33 Jahren. Bezogen auf den langjährigen Mittelwert 1961 bis 1990 von Freiburg mit 2,7 °C war der Dezember um 5,5 Grad zu warm. Auf die Ebringer Klimawerte (1983 bis 2015) bezogen ist der Dezember 2015 immerhin noch um 4,5 Grad zu warm. In der Badischen Zeitung (siehe unten) wird von einer Mitteltemperatur von 7,5 °C berichtet. Die Messungen stammen seit 2006 nicht mehr von der Stefan-Meier-Sraße in Freiburg, sondern vom wesentlich kühleren Standort am Flugplatz.

Mit 15,2 Liter pro Quadratmeter fielen gerade mal 23 Prozent des langjährigen Mittelwertes (Freiburg 1961 bis 1990). Bezogen auf den Ebringer Mittelwert der letzten 33 Jahre sogar nur 20 Prozent.

Bei einer derartigen Wärme und extrem geringem Niederschlag verwundert es nicht, wenn die Sonne 122 Stunden lang schien, was mehr als das Doppelte des langjährigen Mittelwertes bedeutet.

Das Jahr 2015 war außergewöhnlich warm. Mit einer Mitteltemperatur in Ebringen von 12,6 °C lag es um 1,8 Grad über dem langjährigen Freiburger Mittelwert (Stefan-Meier-Straße). Auch hier sieht man die Abweichungen zu den Freiburger Werten vom kühleren Flugplatz (siehe 2. BZ Bericht unten).

Wiederholt haben Besucher dieser Homepage darauf hingewiesen, daß die in dieser Homepage aufgeführten Freiburger Langzeit-Mittelwerte nicht richtig seien, deshalb hier ein Hinweis in eigener Sache:

Die vom Deutschen Wetterdienst (DWD) seit etwa 2007 genannten und folglich von der Badischen Zeitung übernommenen Freiburger Langzeit-Mittelwerte für die Periode 1961 bis 1990 wurden auf Basis der gemessenen Mittelwerte in der Stefan-Meier-Sraße (1961 - 1990) vom DWD für die Messstation am Flugplatz neu berechnet. Um klar zu stellen: Es sind also keine gemessenen Mittelwerte.

Alle von mir seit 33 Jahren unverändert angeführten Freiburger Mittelwerte sind die vom DWD in der Stefan-Meier-Straße in der Periode 1961 bis 1990 gemessenen Werte . Bei der Ermittlung von Klimaabweichungen wird bis heute international auf diese Periode Bezug genommen.

Im übrigen habe ich den DWD auf Unzulänglichkeiten in den Berechnungen schon vor Längerem hingewiesen. Daraufhin wurden z.B. die Berechnungen der Sonnenschein-Mittelwerte korrigiert. Die vom DWD berechneten Temperatur-Mittelwerte für den Standort Flugplatz sind im Grundsatz nicht falsch, aber m. E. korrekturbedürftig. Dies habe ich dem DWD durch Übermittlung entsprechender Berechnungen vor kurzem nahegelegt.


1. Bericht der Badischen Zeitung
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2. Bericht der Badischen Zeitung
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Januar 2016

Der Januar 2016 war weltweit der wärmste Januar seit 1880. Siehe hierzu den Bericht der Badischen Zeitung. Für Ebringen und für Freiburg trifft dies jedoch nicht zu. So hatte der Januar 2007 in Ebringen eine Mitteltemperatur von 6,7 °C und Freiburg, damals noch in der Stefan-Meier-Straße gemessen, eine Mitteltemperatur von 6,9 °C (siehe auch unter Wetterextreme). In Ebringen hat der Januar 2016 eine Mitteltemperatur von "nur" 4,7 °C und Freiburg, jetzt am Flugplatz gemessen, 4,3 °C. Örtliche Mittelwert-Maxima können, wie man sieht, in ganz anderen Jahren liegen als globale Mittelwert-Maxima.

Bericht der Badischen Zeitung
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Februar 2016

Der Februar 2016 war mit einer Mitteltemperatur 6,1 °C in Ebringen um 2,8 Grad wärmer als im Mittel der letzten 33 Jahre (Ebringen). Exakt die gleiche Abweichung ergibt sich beim Vergleich mit dem Freiburger Mittelwert (1961 bis 1990) gemessen in der Stefan-Meier-Straße. Der Bericht der Badischen Zeitung (s. unten), der sich natürlich auf den Deutschen Wetterdienst bezieht und eine andere Abweichung nennt, zeigt deutlich das Verwirrspiel der Werte, zumal man sich immer auf die Periode 1961 bis 1990 bezieht, obwohl diese Langzeitwerte niemals gemessen sondern nur auf den Flugplatz bezogen vom Deutschen Wetterdienst berechnet wurden. Siehe hierzu den "Hinweis in eigener Sache" weiter oben.
Der Niederschlag mit 75,2 Liter pro Quadratmeter lag um 40 Prozent über dem langjähren Mittelwert.
Die Sonne brachte es mit 53,8 Stunden nur auf knappe 60 Prozent des Ebringer Mittelwertes (1983 - 2015).
Zusammenfassend kann man sagen: Der Monat Februar war zu warm, zu nass und zu dunkel.

Bericht der Badischen Zeitung
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Winter 2015/2016

Der Winter 2015/16 zählt zu den wärmsten der letzten 33 Jahre (Ebringen), er hat mit dem Winter 2006/07 den exakt gleichen Mittelwert von 6,4 °C. Das bedeutet 3,8 Grad über dem langjährigen Mittelwert (Freiburg, Stefan-Meier-Straße, Periode 1961 -1990). Im Bericht der Badischen Zeitung (s. unten) hört sich das anders an, was wiederum mit dem Standortwechsel von der Stefan-Meier-Straße zum Flugplatz zusammen hängt.
Der Niederschlag mit 201 Liter auf den Quadratmeter war bezogen auf den Langzeit-Mittelwert von rund 180 Liter etwas zu hoch.
Die Sonnenscheindauer lag mit 221 Stunden 33 Stunden über dem Langzeitwert
Der Dezember trug erheblich zum hohen Mittelwert bei. Die einzelnen Monatswerte: Dezember (Ist- / Normalwert) 8,2 / 2,7 °C, Januar 4,7 / 1,8 °C, Februar 6,1 / 3,2 °C
Der kälteste Winter der letzten 33 Jahre in Ebringen war der Winter 1984/85 mit einer extremen Mitteltemperatur von Minus 1,6 °C.

Bericht der Badischen Zeitung
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August 2016

Der 11. August wurde in den Medien als der kälteste Augusttag, teils seit Beginn der Messungen, wiedergegeben. In Ebringen war die Tiefsttemperatur 8,1 ° C. Dies war nicht die tiefste Temperatur seit Beginn der Messungen 1983 in Ebringen. Die tiefste Augusttemperatur in den letzten 34 Jahren war am 29. August 1993 mit 6,7 ° C. Siehe auch Bericht der Badischen Zeitung

Bericht der Badischen Zeitung
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Sommer 2016

Die Sommer-Mitteltemperatur 2016 lag mit 20,6 °C um 0,4 Grad über dem langjährigen Ebringer Mittelwert von 1983 bis 2016, also in keiner Weise rekordverdächtig. Wenn er dennoch von vielen als heiß empfunden wurde, so lag das an den starken Schwankungen zwischen heißen Phasen und kühleren Phasen, wobei die heißen Phasen bei vielen wohl mehr in Erinnerung bleiben. Genau gesagt, lag der Sommer 2016 mit dem Sommer 2013 nur an siebter/achter Stelle aller Mittelwerte der letzten 34 Jahre

Hier zum Vergleich die Sommer-Mitteltemperaturen (Jahr/°C) der letzten 34 Jahre in absteigender Reihenfolge.
2003 23,7 1983 22,3 2015 21,6 1994 21,4 1992 21,1 2006 21,0 2016 20,6 2013 20,6 2009 20,5 2010 20,4 1991 20,4 2012 20,2 2002 20,2 1998 20,2 1995 20,2 2008 20,1 2001 20,1 1985 20,1 2005 19,9 1997 19,9 1990 19,9 2004 19,8 2000 19,8 1999 19,8 2011 19,7 1984 19,7 2007 19,6 1989 19,6 1993 19,4 1986 19,4 1996 19,3 2014 19,2 1988 19,1 1987 18,9

Der Niederschlag im Sommer 2016 lag mit 203,5 Liter pro Quadratmeter um 81,7 Liter pro Quadratmeter unter dem Ebringer Mittelwert 1983 bis 2016, wobei die Monate Juli und August zusammen nur 80 Liter pro Quadratmeter betrugen.
Die Sonnenscheindauer entsprach mit 710,8 Stunden fast genau dem Ebringer Langzeitmittelwert von 703 Stunden. Den größten Beitrag brachten die Monate Juli und August mit 263 und 267 Stunden.

Hier ein Bericht der Badischen Zeitung zum Sommer 2016, bezogen auf ganz Deutschland. Man beachte den enormen Unterschied der Mitteltemperaturen Deutschland/Ebringen.
Bericht der Badischen Zeitung
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Jahr 2016

Das Jahr 2016 hatte in Ebringen eine Jahresmitteltemperatur von 11,6 ° C. Es liegt um 0,4 ° C über dem langjährigen Mittelwert der Periode 1961 bis 1990 in der Stefan-Meier-Straße Freiburg. Der Jahresmittelwert von 11,6 ° C liegt exakt auf dem Ebringer Langzeitmittelwert der Periode 1983 bis 2016. Siehe auch im Menü unter "Klima Ebringen".

Der Jahresniederschlag liegt mit 893 Liter pro Quadratmeter um 55 Liter pro Quadratmeter unter dem langjährigen Ebringer Mittelwert von 948 Liter pro Quadratmeter, wobei die Monate August, September, Oktober und vor allem der Dezember mit nur 9,1 Liter pro Quadratmeter weit unter dem langjährigen Ebringer Mittelwert (1983-2016) lagen. Diese starken Niederschlagsdefizite wurden durch die erhöhten Niederschläge im ersten Halbjahr ausgeglichen, sodass nur ein Gesamtdefizit von 55 Liter pro Quadratmeter am Jahresende zu Buche stand. Der Niederschlag im Dezember stellt mit nur 9,1 Liter pro Quadratmeter den niedrigsten Ebringer Dezembermittelwert der Periode 1983 bis 2016 dar. Auf ganz Deutschland bezogen gab es ein starkes Nord-Süd-Gefälle. Während im Nordosten 120 % des langjährigen Niederschlag-Mittelwertes registriert wurden, waren es im Südwesten nur 10 % des langjährigen Mittelwertes.

Die Jahressonnenscheindauer 2016 betrug in Ebringen 1688 Stunden und somit 95 % des Ebringer Mittelwertes 1983 bis 2016. Bezogen auf Freiburg, Stefan-Meier-Straße 1961 bis 1990 sind es 97 %.

Januar 2017

Die Badische Zeitung titelt das Januar Wetter mit: Eisig, schneeweiß und sonnig. Das hat den Charakter des Januar 2017 gut beschrieben.

In Ebringen betrug der Monatsmittelwert der Temperatur -1,7 °C. Das ist bei einem Normalmittelwert von 2,6 °C für Ebringen (1983 - 2016) eine negative Abweichung von immerhin 4,3 Grad. Doch damit wurde noch kein Minusrekord erreicht. Der Januar 1985 hatte einen Temperaturmittelwert von -6,1 °C und war der kälteste Januar seit Beginn der Messungen 1983 in Ebringen.

In Ebringen wurden 26 Frosttage und 12 Eistage registriert. Das heißt, an 26 Tagen blieb die Nachttemperatur unter 0 ° C, wobei dreimal Minus 10 Grad unterschritten wurde. An 12 Tagen kletterte das Thermometer am Tage nicht über die Null Grad Marke, sogenannte Eistage. Im Januar 1985 gab es übrigens 28 Frosttage und 19 Eistage.

Es fielen 34,6 Liter pro Quadratmeter Regen auf Ebringer Boden, was nur 66% des Ebringer Januarmittelwertes 1983-2016 sind. Fasst überwiegend war es Schneefall. Über 20 Tage gab es eine leichte Schneedecke, am Freiburger Flugplatz waren es 27 Tage mit Schneebedeckung.

An 26 Tagen schien in Ebringen die Sonne, wenn an einigen Tagen auch nur kurz. In der Summe waren es 70.6 Stunden Sonnenschein und damit knapp 18 % über dem Normalmittelwert 1983-2016 für Ebringen.

Jahr 2017



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Klimawandel



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Im Gegensatz zum Wetter (Zeitraum: Stunden bis Tage) oder zur Witterung (Zeitraum: Tage bis Monate) spricht man in der Meteorologie vom Klima eines Ortes, wenn eine Datenerfassung am selben Ort und unter denselben Bedingungen von 30 Jahren vorliegt. Dies ist für die hier vorliegende Datenerfassung in Ebringen gegeben. Es ist unverkennbar, dass seit dem Beginn der Messungen im Jahr 1983 eine Temperaturerhöhung stattgefunden hat, indem die mittlere Jahrestemperatur nennenswert gestiegen ist. Klicken Sie unter "Trends", "Temperatur" an, und Sie werden anhand der eingefügten linearen Trendlinien eindeutig erkennen, dass sich die Jahresmitteltemperatur um etwa 1,5 °C erhöht hat. Gleiche Tendenzen, hier mit steigender Häufigkeit, liegen bei den Sommer- und Hitzetagen eines Jahres vor. Die Jahreszeiten Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter zeigen ebenfalls gleiche Tendenzen mit steigenden Temperaturen. Bei den Frost- und Eistagen eines Jahres liegen - wie zu erwarten - umgekehrte Verhältnisse vor, indem die Häufigkeit dieser Tage abnimmt. Aus den vorliegenden Daten einen allgemeinen Klimawandel abzuleiten, wäre sicherlich vermessen. Aber in einer Zeit, wo fast täglich in allen Medien über den Klimawandel und die Erderwärmung berichtet wird, zeigen alle Diagramme unverkennbar in die gleiche Richtung.

Hinweis: Liegen bei den einzelnen Auswertungen, z. B. bei der Jahresmitteltemperatur, über die Jahre gesehen starke Schwankungen vor, und das ist der Fall, ist die Aussagekraft der eingefügten Trendlinien durchaus kritisch zu betrachten. So sind die linearen Trendlinien in den Diagrammen der Sommer- und Hitzetage durch den Ausnahmesommer 2003 sicherlich nach oben angehoben. Was aber nicht übersehen werden sollte, ist die Tatsache, dass alle Parameter in die gleiche Richtung zeigen. Dies, und um das geht es hier, sollte jeden von uns nachdenklich stimmen.